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DRK-Ortsverein Mendig e.V.
Pellenzstraße 84a
56743 Mendig
Telefon 02652 51980

 

 

Unser Ortsverein

Foto: Düsseldorfer Bereitschaft steht mit Ausrüstung vor ihren Einsatzfahrzeugen.
Foto: D. Winter / DRK

Die Geschichte des Ortsvereins

Nachdem seit dem Jahr 1864 auf Länderbasis verschiedene Rot-Kreuz-Organisationen gebildet wurden, gründeten vom humanitären Geist beseelte Bürger im Jahr 1927 Sanitätskolonnen in Nieder- und Obermendig. Diese waren die Vorgänger des heutigen DRK-Ortsvereins: Deutsches Rotes Kreuz Ortsverein Mendig e.V.

Den Anstoß zur Gründung der Sanitätskolonnen gaben unter anderem Dr. med. Paul Olbertz, der spätere Kolonnenarzt, und der damalige Bürgermeister von Reth. Die Gründungsversammlung fand am 17. Juni 1927 im Hotel „Zur guten Quelle“ statt, bei der sich immerhin gleich 20 Personen in die Mitgliederliste eintrugen.

Als überdachte Übungsstätte diente anfänglich der Flur des Bürgermeisteramtes. Später konnte dieser nicht mehr genutzt werden, und die freiwilligen Helfer des Sanitätsdienstes waren gezwungen, ständig ihre Übungsstätten zu wechseln. Als Übungsräume dienten bis zum Jahr 1972 nacheinander die Gaststätte Doetsch, die evangelische und die katholische Schule.

Im Jahre 1934 wurde dann auch eine Riege von Helferinnen ins Leben gerufen und ein Trommlerchorps aufgestellt. Schlag- und Pfeifinstrumente erwarb man von der aufgelösten Deutschen Jugendkraft (DJK). Im Marschrhythmus ging es dann sonntags zu den bevorzugten Außenübungstätten, auf die Grubenfelder, in den Wald um den Laacher See und auf das Gelände um das Hotel Waldfrieden.

Als der Laacher See im Winter 1928/29 zufror, übernahm die Niedermendiger Sanitätskolonne den Rettungsdienst. Hunderte von Schaulustigen und Schlittschuhläufern, aber auch vereinzelte Motorradfahrer, die sich auf der meterdicken Eisdecke tummelten, waren zu betreuen. Das Kloster Maria Laach honorierte diesen Einsatz der Sanitätshelfer mit der Übergabe einer ersten fahrbaren Krankentrage.

Im Juni 1959 erfolgte die Aufteilung des Kreisgebietes in DRK Bereitschaften. Niedermendig wurde der Bereitschaft III zugehörig und stellte den ersten Zug dieser Bereitschaft. Alois Schönberg übernahm die Leitung der männlichen Bereitschaft; Leiter des erstes Sanitätszuges wurde Heinrich Schröder, sein Stellvertreter war Jakob Stein.

Der Kreisverband Mayen des Deutschen Roten Kreuzes stationierte 1959 erstmals einen Krankenwagen in Niedermendig. Standort war das Feuerwehrhaus in der Jahnstraße. Dieses Fahrzeug stand für alle Krankenfahrten zur Verfügung und wurde in die Obhut der Autovermietung Blechschmidt gegeben. Soweit es möglich war, begleiteten Helfer aus der Bereitschaft die Krankentransporte.

Anläßlich der Sturmflutkatastrophe in Hamburg im Jahre 1962 richtete man im Rathaus in Niedermendig eine Sammelstelle für Hilfsgüter ein. Mitglieder der weiblichen Bereitschaft sortierten und verpackten diese, bevor sie über eine zentrale Sammelstelle an ihren Bestimmungsort gebracht wurden.

Im Jahre 1964 beschloss der DRK-Ortsverein die Anschaffung eines vereinseigenen Krankenwagens. Von einer Baufirma in Ahrweiler erwarb man einen gebrauchten Spezialkrankenwagen. Zusätzlich zu dem Krankenwagen kaufte man später noch einen Anhänger und rüstete Fahrzeug und Hänger mittels diverser Verbandmaterialien, Krankentragen, einem Verbandzelt und verschiedenen Werkzeugen zu einem Katastrophenschutz-Einsatzwagen auf.

Als man auch das vorübergehend in der alten Schule an der St.Cyriakus Kirche eingerichtete DRK-Heim wieder räumen musste, gleichzeitig aber auch die Zahl der aktiven Mitglieder stark anwuchs, griff man den bereits 1964 von Alois Schönberg ins Auge gefassten Plan für den Bau eines eigenen DRK-Heimes wieder auf. Mutig visierte eine Handvoll Personen, an ihrer Spitze die Bereitschaftsärztin Dr. med. Else Kröll, die DRK-Mitglieder Joachim Junglas, Hermann Josef Stallknecht und der viel zu früh verstorbene Willi Euskirchen dieses Ziel an.

Der erste Spatenstich für das DRK-Heim in der Pellenzstraße erfolgte im Oktober 1971. Bereits im März 1972 konnte der Richtstrauß auf den Neubau gesetzt werden. Die Einweihung des Heimes erfolgte im Juli 1972 im Beisein von Vertretern aus Öffentlichkeit und Verwaltung. Während der Bauphase leisteten die Helfer neben den anstehenden Sanitätseinsätzen eine Vielzahl von zusätzlichen freiwilligen Arbeitsstunden.

Auf Bitten des Klosters Maria Laach richtete der Ortsverein im Mai 1971 auf dem Parkplatz am Laacher See eine Erste-Hilfe Station ein, die an den Wochenenden und an Feiertagen besetzt war. Es wurden 3156 Einsatzstunden geleistet, bei denen neben den Erste-Hilfe-Leistungen Babys gewickelt und Kleinkinder betreut werden mussten.

Das 50-jährige Vereinsjubiläum wurde mit einjähriger Verspätung im Juni 1978 mit einer Ausstellung von DRK-Gerätschaften, einem DRK-Rettungswagen, einer großen Schauübung auf dem Marktplatz in Mendig und einem Empfang im DRK-Heim begangen.

Am 10. April 1979 konnten die Mitbegründer des DRK-Ortsvereins Josef Färber, Peter Wölwer und Josef Selbach für ihre 50-jährige DRK-Mitgliedschaft mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet werden.

Unter dem 1. Vorsitzenden Albert Syré übernahm Leo Heuft 1980 das Amt des geschäftsführenden Vorsitzenden, das er mit großem persönlichem Engagement ausübte. Im Jahr 1987 musste er aus gesundheitlichen Gründen von diesem Amt zurücktreten. In Anerkennung seiner besonderen Verdienste ernannte der Ortsverein ihn zu seinem Ehrenvorsitzenden.

Bei der Jahresverammlung 1995 wurde Herr Jakob Stein, ein Ehrenmitglied unseres Ortsvereins, für 65 Jahre Rot-Kreuz-Tätigkeit geehrt und Frau Helene Latowski für 50 Jahre DRK-Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Plötzlich und unerwartet verstarb im April 1996 unsere langjährige Bereitschaftsärztin Frau Dr. med. Else Kröll, die fünfundfünfzig Jahre mit unermüdlicher Energie und Schaffenskraft in unserem Ortsverein tätig war.

Im Laufe der nunmehr 70-jährigen Vereinsgeschichte wurden viele große Übungen durchgeführt. Besonders erwähnt seien hier eine große Schauübung des Kreises Mayen im Jahre 1928 in Niedermendig, eine Großübung am Laacher See im Jahre 1958 zusammen mit der Feuerwehr, der DLRG und der Bundeswehr, die hier einen Hubschrauber auf dem Wasser landen ließ, eine Großübung am Mendiger Freibad, bei der ebenfalls ein Hubschrauber zum Einsatz kam und eine groß angelegte Übung im Bereich des Mendiger Güterbahnhofs, bei der der Zusammenstoß zweier Personenzüge angenommen wurde.

Neben den genannten Übungen werden viele Stunden für die Ausbildung sowie für örtliche und überörtliche Sanitätseinsätze bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen, auch in Zusammenarbeit mit der örtlichen Feuerwehr und der DLRG, geleistet. So sind Helferinnen und Helfer z. B. bei den regelmäßig stattfindenden Kleidersammlungen im Einsatz, führen Haus- und Straßensammlungen durch, begleiten die Altentagesfahrt der Stadt Mendig und die Umzüge der örtlichen Vereine. Alljährlich werden der ortsansässigen Bevölkerung 1 - 2 Lehrgänge in Erster Hilfe angeboten und bis zu vier Blutspendeterminen im DRK-Heim durchgeführt.

Eine Kleiderkammer, die einmal wöchentlich geöffnet ist, findet regen Zuspruch. Getragene, gut erhaltene Kleidungsstücke werden kostenlos an die Interessenten abgegeben.

Seit nunmehr 15 Jahren wird wöchentlich unter der bewährten Leitung von Frau Waltraud Müller eine Altengymnastik durchgeführt.

Erfreulicherweise konnte 1987 auf Initiative von Frau Ursula Spitzley wieder eine Jugendrotkreuzgruppe gegründet werden. Einige Jugendliche, die von Anfang an dabei waren, sind heute zuverlässige Mitarbeiter in der Rot-Kreuz-Gemeinschaft.

Ebenso besteht eine Handarbeitsgruppe, die sich alle zwei Wochen trifft und Handarbeiten anfertigt. Diese werden bei dem alljährlich Anfang November stattfindenden Basar neben Kaffe und Kuchen zum Verkauf angeboten.

Seit 35 Jahren stellt der Ortsverein das Personal für einen Sanitätszug des erweiterten Katastrophenschutzes. Zusammen mit den Ortsvereinen Mayen und Polch hält der Ortsverein Mendig seit mehren Jahren das Personal für einen Schnelleinsatzgruppe (SEG) bereit.

Dem Ortsverein Mendig stehen neben dem üblichen Ausbildungs- und Sanitätsmaterial vereinseigene Zelte und diverses Küchenmaterial sowie Fahrzeuge des erweiterten Katastrophenschutzes zur Verfügung.

Seit dem 30. Januar 1990 steht Lothar Spitzley dem Ortsverein als Vorsitzender vor. Er setzt die erfolgreiche Arbeit seiner Vorgänger in enger Zusammenarbeit mit den übrigen Vorstandsmitgliedern, den Leitern der Rot-Kreuz-Gemeinschaft Dave Paulissen und Robert Heuft und allen Aktiven fort.

Der DRK-Ortsverein Mendig e. V. hat in den 70 Jahren seines Bestehens eine Vielzahl von Aufgaben erfüllt und wird auch in der Zukunft weiter für die Hilfe am Nächsten bereit sein.

 

gez. Peter Klöppel

Unser Ortsverein in Zahlen:

Zu unseren aktiven Mitgliedern gehören u.a.:

  • 2 Bereitschaftsärzte
  • 2 Rettungsassistenten
  • 2 Rettungssanitäter
  • 24 Sanitätshelfer ABC
  • 5 Fachdienst Betreuung
  • 2 Feldköche

Wir verfügen über folgende Fachausbildungen:

  • 6 Ausbilder Erste Hilfe
  • 6 Ausbilder Frühdefibrillation
  • 2 Ausbilder Sanitätsfachdienst
  • 2 Ausbilder "Technik und Sicherheit"
  • 2 Zugführer Katastrophenschutz
  • 5 Gruppenführer Katastrophenschutz
  • 1 OrgLeiter Rettungsdienst
  • 2 Lehrrettungsassistent/ Instruktor Rettungsdienst

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